Jeder, der über längere Zeit ein motorisiertes Zweirad gefahren ist, kennt es: Eines Tages kann man ein neues Bauteil brauchen, wenn das alte ausgesorgt hat. An einem heißen Ofen kann schon einmal schnell etwas kaputt gehen, ob dies nun der Auspuff, die Bremsen oder etwas mit der Kupplung ist. Motorradteile kriegt man an diversen Stellen. Natürlich ist es meistens die günstigste Variante, sich ein gebrauchtes Teil zu besorgen. Doch ist es auch immer die beste Möglichkeit? Man sollte bei seiner Suche sich nicht auf gebrauchte Teile fixieren, denn auch neue Teile können durchaus Vorteile haben:

  • Man weiß genau, was man bestellt.
  • Sie leiden nicht unter den Krankheiten, die für gebrauchte Motorradteile bekannt sind.
  • Auch im Preis kann die neue Variante durchaus attraktiv sein.

Eines der größten Probleme, was gebrauchte Motorradteile angeht, ist, dass nicht jedes Teil einer Marke unbedingt mit allem Modellen geschweige denn mit allen Varianten aus einer Baureihe identisch ist. Das heißt, genauer ausgedrückt, Teile können zwar miteinander kompatibel sein, müssen es aber nicht. Und am Ende ist der Ärger schon einmal groß, wenn man sich auf tausende von Schrottplätzen begeben muss, nur um ein passendes Teil ausfindig zu machen. Da ist es einfacher und bequemer, gleich das richtige Teil beim Vertragshändler zu bestellen. Jedoch ist das in den meisten Fällen recht teuer, aber zum Thema Preis unten noch mehr. Klar ist jedenfalls, dass man nicht immer genau das findet, was man eigentlich möchte, gerade wenn man sich selbst auf die Suche nach dem Teil macht. Jeder erfahrene Rocker oder Fahrer eines heißen Ofens hat diese Erfahrung bereits einmal machen müssen. Allerdings gibt es eine preisgünstige Alternative, seine Motorradteile zu besorgen, oder vielmehr, von jemandem besorgen zu lassen, der wirklich etwas von seinem Metier versteht. Denn in dem Wirrwarr aus Bezeichnungen und Nummern muss man schon einmal den Überblick behalten. Oft zeigen auch Karteien nicht alle nötigen Informationen, zum Beispiel zu elektrischen Anschlüssen, Spannungen oder Polen an. Da muss man sich schon ein bisschen auskennen und gewisse Probleme einfach schon einmal gehabt haben, bevor man einfach so los reparieren kann. Denn im Bereich der Motorradteile gilt ganz genau wie in anderen technischen Bereichen auch, dass jemand mit Erfahrung ganz klar im Vorteil ist. Wer den Job schon seit einigen Jahren macht, weiß genau, worauf er bei der Bestellung achten muss. Mit dazu gehört natürlich die Kundenbetreuung, denn man muss seinen Kunden schon einmal ganz genau befragt haben, zu welchem Fabrikat man die Motorradteile denn nun bestellen muss, und ob die technischen Spezifika zwischen Maschine und neuem Teil dann auch wirklich stimmen und passen.

Man muss sehr genau wissen, welche Motorradteile man bestellt

Denn die technischen Spezifika gehen für Motorradteile nicht nur je nach Marke, sondern auch noch nach Modell und Variante ganz schön auseinander. Dass BMW Teile nicht mit solchen für Yamaha kompatibel sein müssen, mag ja noch auf der Hand liegen. Aber wenn für die Yamaha nun ein bestimmtes Teil gebraucht wird – nehmen wir an, der Auspuff ist hinüber, dann heißt das noch lange nicht, dass wenn Motorradteile mit einem bestimmten Modell kompatibel sind, sie nicht auch in einem anderen Modell Probleme bereiten. Letztlich gibt es aber auch innerhalb der Modelle noch Varianten. So bezeichnet man innerhalb eines Modells bestimmte Fertigungen, die bestimmte technische Eigenschaften aufweisen. So kann es von einem Modell zum Beispiel eine Variante für die Straße und eine andere aus dem Bereich des Super Sport geben. Nun sehen die Bremsen, um nur ein sehr einfach zu verstehendes Beispiel zu nennen, bei der Super Sport Variante aber ganz anders aus. Denn die sportliche Maschine läuft, nehmen wir einmal an, 60 Kilometer schneller als die Variante für die Straße. Nun müssen die Bremsen allerdings eine ganz andere Kraft aufbringen, um den Ofen von 220 oder von 280 Kilometern in der Stunde auf null herunter zu bremsen. Daher kommt es, dass Motorradteile an der ganzen Maschine je nach Variante oder Modell komplett anders konstruiert sein können. Sicher gibt es auch viele Teile, die ohne Weiteres kompatibel sind. Jedoch sind es nicht alle. Und diesem Trugschluss darf man halt nicht erlegen, wenn man auf eigene Faust loszieht, um sich gebrauchte oder was auch immer für Motorradteile für seinen Ofen zu besorgen. Es ist immer besser, vorher die Meinung eines Experten einzuholen, damit der Kauf der Motorradteile auch reibungslos über die Bühne geht und dabei keine vorhersehbaren Probleme auftreten. Denn wer möchte schon Zeit und Geld mit dem Kauf und Einbau falscher Teile vergeuden?

Neue Teile müssen nicht unbedingt teurer sein

Apropos Geld: Neue Motorradteile müssen nicht unbedingt teurer sein als gebrauchte, das hängt ganz davon ab, was man für Teile möchte und wo man sie bestellt. Sicherlich sind die Preise beim Großhändler im Netz meistens am attraktivsten. Wenn Teile angeboten werden, die nicht original sind, sollte unbedingt auf Kompatibilität geachtet werden, aber auch auf die Langlebigkeit des Materials. Denn schlechte Teile, die ohne Sorgsamkeit gefertigt wurden, halten nicht unbedingt länger als solide gebrauchte. Genau das wird aber auch im Preis reflektiert – es muss nicht immer die günstigere Alternative sein, auf gebrauchte Motorradteile zurück zu greifen. Genauso können neue Teile von weniger guter Qualität deutlich billiger zu haben sein. Natürlich gibt es zu fast allen Problemen Motorradteile von unterschiedlichster Qualität. Bei welchen Situationen man auf die Qualität des Originals setzen sollte, und wo Bauteile von dritten Anbietern auch einen guten Job machen, sollte man sich vom kompetenten Fachmann erklären lassen.