Bei der Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft geht es im Kern darum, dass die verschiedenen Bestandteile der Erde – der Landwirt nennt sie Partikel – mal so richtig schön durchgemischt werden, damit der ganze Acker schön viel Luft bekommt und damit sich das Wasser besser in die Erde rein bewegen kann. Es ist ein technisch nicht so ganz einfacher Prozess, der gute Maschinen, eine gewisse Präzision und vor allem Erfahrung des Landwirts voraussetzt. Aber von der Sache her handelt es sich dabei um einen relativ intuitiv erklärbaren Prozess, der leicht nachzuvollziehen ist.

Beim Umschichten der Partikel geht es vor allem darum, dass sich die Erde auflockert, damit Sauerstoff und Wasser direkt an die Poren gelangen können. Dies stellt eine effektive Art und Weise da, nach der man den Boden wieder mit Leben füllen kann. Denn alte und harte Erde hat nicht mehr die erforderlichen Nährstoffe, die erst wieder durch eine ordentlich durchgeführte Bodenbearbeitung in die Erde gelangen können. Mit anderen Worten ausgedrückt, wenn man diese Operation nicht durchführt, riskiert der Landwirt, dass seine Pflanzen nicht in der Art und Weise gedeihen, wie er es gern hätte. Ganz auf der anderen Seite, wird eine Erde, die nicht vorher durch eine anständige Bodenbearbeitung wieder mit Nährstoffen versorgt wurde, niemals die erforderlichen Stoffe beinhalten, die man für ein gutes Gelingen in der Landwirtschaft braucht. Denn nur eine fruchtbare Erde, die die rechten Nährstoffe bereitstellen kann, ist am Ende der Saison auch eine ertragreiche Erde im ökonomischen und im Sinne der Qualität und Quantität des Ertrags. Denn welcher Landwirt möchte schon auf eine gute Ernte verzichten, nur weil vor dem Säen die Erde nicht anständig durchgepflügt worden ist? Das wollen wohl die meisten nicht, wie wir uns ohne Probleme vorstellen können. Aus genau diesen Gründen ist eine gute Bodenbearbeitung zum Anfang der Saison in einer gewissen Weise das A und O für den Landwirt, wie man im Volksmund so schön zu sagen pflegt. Ohne ein gründliches Umgraben der Erde geht halt in der Wirtschaft rund um die Pflanze nichts, das muss man sich klar machen. Genau wie der Mensch zu essen, zu trinken und zu atmen braucht, kommt es eben auch bei einem ertragreichen Boden darauf an, ihm diese Möglichkeiten zu gewährleisten. Daher ist eine gründliche Bodenbearbeitung wirklich der Grundstein einer guten Saison für jeden Landwirt.

Diverse Anwendungen bei der Bodenbearbeitung

Natürlich gibt es, wie wir uns schon vorstellen können, bei der Bodenbearbeitung diverse Fälle von Anwendungen, für die es jeweils eine speziell angepasste Lösung braucht. Da wäre zum Beispiel die Größe der zu bewirtschaftenden Fläche als erster Anhaltspunkt. Es ist ganz intuitiv plausibel, dass man für größere Flächen kräftigere Maschinen braucht und umgekehrt. Denn wer will schon mit Kanonen auf Spatzen schießen? Diese Grundregel hat eben auch in der Bodenbearbeitung ihre Gültigkeit. Im Weiteren gibt es natürlich Ziehmaschinen, die unterschiedlich tief graben. Dabei muss man sich immer vor Augen führen, dass noch vor hundert Jahren die Äcker dieser Erde mit Tieren bewirtschaftet wurden. Heute erledigen das natürlich Traktoren und andere Ziehmaschinen, die weitaus besser sind und stärker ziehen können, da sie mehr Kraft auftreiben können als Maultiere oder Esel. Es ist auch weiterhin leicht erkennbar, dass unterschiedliche Pflanzentypen eine verschieden tiefe Schicht frischer, umgegrabener Erde verlangen. Am tiefsten muss man wohl für die Zuckerrübe graben, während es bei Pflanzen, die weniger lange Wurzeln schlagen, auch mal mit ein paar Zentimetern weniger ganz passable Ergebnisse geben kann. Alles kommt in der Bodenbearbeitung auf den Fall an und nur die wenigsten Lösungen lassen sich auf alle möglichen Fälle übertragen. Da muss schon das Material ganz genau auf die Anwendung abgestimmt werden, damit eine Lösung zum Erfolg führt – was ja in der Landwirtschaft immer schöne, reiche Erträge bedeutet, die die Kasse im Bauernhaus klingeln lassen. Für all das, für eine gute Ernte und einen zufriedenen Bauern, ist gute Bodenbearbeitung in diesem Sinne die Grundlage. Der Landwirt sollte nicht darauf verzichten, da er ansonsten Einbußen in der Ernte riskiert, wovon am Ende keiner was hat. Jedoch hat die Bodenbearbeitung auch noch eine ganze Reihe von positiven kleinen Effekten, die im Grunde neben der Hauptfunktion des Umgrabens der Partikel auch eine Rolle spielen.

Auch Parasiten werden beseitigt

Einer dieser positiven Nebeneffekte der Bodenbearbeitung ist die Beseitigung von Parasiten. Zu diesen gehört vor allen das allseits bekannte Unkraut, das heißt, Pflanzen, die irgendwo wachsen, wo sie eigentlich nicht wachsen sollten. Das Problem mit dem Unkraut  und mit Schädlingen allgemein ist, dass sie der Erde die Nährstoffe entziehen, bevor diese in die eigentlichen Pflanzen gelangen können. Das führt dazu, dass die Ernte wiederum reduziert wird oder sogar komplett ausfällt. Durch eine gut gemachte Bodenbearbeitung kann die Anzahl der Schädlinge und des Unkrauts reduziert werden, womit gleich von Anfang an in der Saison die unliebsamen Bewohner der Erde fern gehalten werden. All dies und noch viel mehr lässt sich also mit einer gründlichen Bodenbearbeitung erledigen und realisieren. Diese Technik ist wirklich basal und grundlegend wichtig für den Landwirt, der ohne sie wohl kaum noch einen Acker am heutigen Tag mit gutem Ertrag bestellen könnte. Jedoch ist es auch eine Technik, die eine gewisse Erfahrung verlangt, was den Anwender angeht. Außerdem sind natürlich gute Maschinen von ungemeiner Relevanz. Denn wer möchte mit schlechten Maschinen hantieren?